2004Freiburg, Deutschland

Haus der Katholischen Akademie

15. Januar31. März 2004

Haus der Katholischen Akademie

In Freiburg zeigt Daniel Nagel einen konzentrierten Werkblock, der das Verhältnis von sichtbarer Wirklichkeit und dahinter liegendem Raum befragt. In Grisaille-Nuancen – eine „vornehme, zurückhaltende Palette“ - verdichten sich energiegeladene Gesten zu Figur- und Kräftefeldern; Malerei als Durchbruchstelle, als „Spalt … durch den wir aus dem Bekannten in jenes Unbekannte schauen können“ (Gerd Presler).

Preslers Eröffnungsrede rahmte die Schau als Blick in eine größere, offene Wirklichkeit: „Je mehr wir wissen, um so größer wird die weiße, unbetretene Fläche.“ In diesem Sinn operieren Nagels Serien „all over“ - jedes Bild führt das andere fort, ohne Abschluss, mit Tendenz zum Unendlichen. Die Arbeiten verbinden körperliche Präsenz und gedankliche Weite: Grenzüberschreitung nicht als Effekt, sondern als Methode, nahe bei Fontanas Idee eines „Raums hinter dem Bild“.

So versteht sich die Ausstellung als Einladung, Wahrnehmung in Bewegung zu bringen: zwischen Schwarz und Weiß, Materie und Transzendenz, Jetzt und dem, „was sich jenseits des Horizonts dehnt“. Kunst, die – in Preslers Worten - „vor-denklich“ agiert: nicht bloß abbildet, sondern Möglichkeit gestaltet.

Dokumentation

Presseartikel

Eröffnungsrede Gerd Presler
Artikel15.1.2004

Eröffnungsrede Gerd Presler

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Eröffnungsrede Gerd Presler (Fortsetzung)
Artikel15.1.2004

Eröffnungsrede Gerd Presler (Fortsetzung)

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